In unregelmäßigen Abständen präsentiert das Fritz-Schumacher-Zentrum e. V. Ausstellungen zu seinen Forschungsthemen. Es gibt Buchpräsentationen oder Rundgänge, Symposien, Vorträge, Lesungen und vieles mehr durch die Vereinsmitglieder.
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Zweiter Vortrag von Jo Claussen-Seggelke im Fritz-Schumacher-Zentrum am 24. Juni 2025 um 18.00 Uhr:
„Städtebauliche Entwicklung Hamburgs bis 1930“
Mit der Aufhebung der Torsperre 1860 begann eine sich ständig verstärkende Erschließung und Besiedelung des Hamburger Umlands.
Der Vortrag stellt beispielhaft dar, wie vergleichsweise schnell der erste Siedlungsgürtel um das alte Hamburg bis 1914 geschlossen wurde. Zunächst überwiegend private Erschließungsmaßnahmen führten zu planungsrechtlichen Instrumenten, die die städtebauliche Entwicklung begleiten und steuern sollten.
Im alten Stadtkern hatte die Cholera-Epidemie 1892 massive Umwandlungen der engen Gängeviertel zur Folge. Zwischen Eimsbüttel, Winterhude, Barmbek und Horn entstanden dicht besiedelte Quartiere. Dieser Entwicklung soll nachgegangen werden.
Dabei wird auch auf die städtebauliche Situation eingegangen, die Fritz Schumacher bei seinem Amtsantritt 1909 vorfand und wie er schließlich gestaltend eingriff und seine Ansätze für eine künstlerische Stadtplanung in den 1920-er Jahren begann umzusetzen.
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Am 18. März 2025 sind ca. 60 Interessierte zum dem Vortrag „Hamburg, Entwicklung des Stadtkörpers im 19. Jahrhundert (1800 bis 1890)“
von Stadtplaner Jo Claussen-Seggelke im Fritz-Schumacher-Zentrum in der Wendentraße erschienen.
(Die Vortragsreihe „Informationen zur Entwicklung Hamburgs im 19. Jahrhundert – Informationen zur Baugeschichte Hamburgs“ wird am
24. Juni 2025 um 18.00 Uhr fortgesetzt.)
Anfang des 19. Jahrhunderts fand die bauliche Entwicklung der Stadt fast ausschließlich innerhalb des Befestigungsrings statt. Der Stadtgrundriss entsprach dem mittelalterlichen Weichbild. Eingriffe in die Bausubstanz waren kaum möglich, da das Bürgertum an das persönliche Eigentum gebunden war.
Der Vortrag stellte beispielhaft die größeren Veränderungen im Stadtgrundriss dar, die durch Abriss öffentlicher Gebäude und Schleifung der Wall-Befestigung ihren Anfang nahmen.
Schließlich war der große Brand in Hamburg ein katastrophaler Einschnitt in den Jahrhunderte alten Bestand, der zu einer ersten planmäßigen Veränderung führte. In deren Folge entwickelte sich die Stadt rasant, überwiegend durch private Initiative. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine planungsrechtliche Begleitung der Entwicklungsprozesse notwendig. Dieser Entwicklung soll dann in einem zweiten Vortrag im Juni nachgegangen werden. Die Aufhebung der Torsperre 1860 und der große Zuwachs der Bevölkerung erforderte zunehmend bauliche Entwicklungen „auf der grünen Wiese“, die nicht mehr allein privaten Akteuren überlassen werden konnte.
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Auf unsere Einladung zum 155. Geburtstag von Fritz Schumacher am 4. November 2024 um 17.00 Uhr zu Kaffee/Tee und Kuchen und einer Lesung sind fast 50 Interessierte gekommen!
In der Begrüßung der Gäste hat Dieter Schädel auch einen Ausblick auf das jetzt begonnene Forschungsprojekt des FSZ „Hamburg baut seine neuen Schulen“ gegeben und sich bei den Sponsoren bedankt, die dieses Projekt durch ihre Zuwendungen erst ermöglicht haben.
Der Vortrag der Nichte von Fritz Schumacher, Katharina Schumacher, fand großen Anklang. Sie hatte aus den Lebenserinnerungen von Fritz Schumacher unter dem Titel „Apokalyptische Reiter“ das Thema der Zerstörung Hamburgs 1943 aufgegriffen und mit dem heutigen Weltgeschehen (Ukraine und Nahost) in Verbindung gebracht.
Danach hat Rainer Korsen zwei Ausschnitte aus der als Tondokument erhaltenen Rede von Fritz Schumacher zum Wiederaufbau Hamburgs vom 10. Oktober 1945 zu Gehör gebracht.
Anschließend kam es zu vielen interessanten Gesprächen zwischen den Gästen – und natürlich viel selbstgebackenem Geburtstagskuchen und Kaffee und Tee. Es hat sich gezeigt, dass solche Begegnungen und Gespräche viel zu selten sind – dass wollen wir ändern!



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Zu unserem Tag der offenen Tür am Donnerstag, 14. März 2024 sind etwa 40 interessierte Besucherinnen und Besucher in das Fritz-Schumacher-Zentrum gekommen.
Nach den beiden Impulsvorträgen zu Anfang
▸ Wer war eigentlich Fritz Schumacher?
von Anna Katharina Zülch (Honorarprofessorin, Architektin und Kunsthistorikerin, Vorsitzende des Denkmalrates der Stadt Hamburg)
▸ Fritz Schumacher „Über das Sein“
von Jo Claussen-Seggelke (Vorsitzender des Fritz-Schumacher-Zentrum e. V., Stadtplaner)
gab es eine gute Diskussion und viele Gespräche zwischen den Gästen.
Wir danken allen Beteiligten und Gästen für diesen erfüllten Nachmittag und Abend!
Fotos: Hella Häussler

